Die Akkumulatoren-Fertigung von Freudenberg Sealing Technologies in Remagen geht beim Verschweißen von Membranspeichern einen neuen, nachhaltigen Weg. Und nutzt anstelle von Chemikaliken eine neue Lasertechnologie für die Reinigung.
Für eine dauerhaft sichere Schweißverbindung der Ober- und Unterschale von Akkumulatoren braucht es metallisch reine Oberflächen. Um Membranspeicher aufs Elektronenstrahlschweißen vorzubereiten, werden am Standort Remagen die Schweißkanten der beiden Schalen seit 2025 per Lasertechnologie von unerwünschten Stoffen befreit. Dabei geht es insbesondere um Fette und Öle, die zuvor beim Stanzen, Ziehen und Drehen prozessbedingt aufgebracht werden. Bisher erfolgt diese Reinigung nass-chemisch in Industriewaschmaschinen.
Marcus Darms, Global Operations Manager, verspricht sich von der Laser-Technologie einen um mehr als 90 Prozent verringerten Verbrauch an elektrischer Energie – mit entsprechenden Kostenvorteilen. Außerdem entfallen der Einsatz und die Entsorgung von Prozesswasser und Chemie. Neben diesen positiven Nachhaltigkeitsaspekten sprechen Qualitäts- und Produktivitätsfortschritte für die neue Technologie. Die verbesserte Reinigungsleistung reduziert Ausschuss und Nacharbeit. Außerdem vereinfacht und beschleunigt die Integration der Reinigung direkt in die einzelnen Fertigungslinien den Materialfluss. Die bisherige nass-chemische Waschanlage ist eine Stand-alone-Lösung, die für alle Fertigungslinien tätig ist.
