Wie entsteht High-Power-Landtechnik, die den Boden schont und im Alltag zuverlässig funktioniert? Und wie unterstützen dabei Produkte von Freudenberg Sealing Technologies (FST)? Genau darüber tauschten sich Ende März CLAAS CEO Jan-Hendrik Mohr und Dr. Matthias Sckuhr, CEO von FST, in Harsewinkel aus.
Ende März folgte Dr. Matthias Sckuhr, CEO Freudenberg Sealing Technologies (FST) gemeinsam mit Armin Strunk, Global Key Account Manager Mobile Machinery Agriculture der Einladung von Jan-Hendrik Mohr, CEO von Landmaschinenhersteller CLAAS an dessen Firmensitz in Harsewinkel. Das Treffen unterstreicht, wie eng beide Unternehmen seit Jahren zusammenarbeiten. „Wir freuen uns auf die weitere Intensivierung und Erweiterung unserer langjährigen strategischen Partnerschaft“, betont Dr. Sckuhr. Der Austausch vor Ort drehte sich dabei nicht nur um aktuelle Programme, sondern auch um die Frage, wie sich Spitzenleistung im Feld mit Ressourcenschonung verbinden lässt.

Mit dem Titel „Traktor des Jahres 2026“ in der Kategorie High Power setzte CLAAS zum Jahresende 2025 ein Ausrufezeichen in der Agrartechnik: Der AXION 9450 TERRA TRAC überzeugte die Jury gegen vier Wettbewerber. Der Preis lenkt den Blick auf eine Entwicklung, die die Landwirtschaft angesichts wachsender Maschinenleistungen seit Jahren beschäftigt – den Schutz der Böden. Denn wo schwere Fahrzeuge Felder befahren, droht Bodenverdichtung: Wurzeln, Mikroorganismen und Wasserhaushalt leiden, die Fruchtbarkeit sinkt, Erträge geraten unter Druck. Moderne Landmaschinen müssen deshalb Leistung und Bodenschonung miteinander versöhnen. Einen zentralen Beitrag dazu leisten Raupenlaufwerke wie TERRA TRAC, die CLAAS Industrietechnik seit zwei Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und inzwischen auf Traktoren, Mähdrescher und Feldhäcksler ausgerollt hat – „von der Saat bis zur Ernte“, wie der Hersteller selbst darüber auf der Unternehmenswebsite schreibt.
Eine größere Aufstandsfläche verteilt das Gewicht besser, verringert den Druck auf den Boden und reduziert Fahrspuren. Darüber hinaus senkt der geringere Fahrwiderstand den Kraftstoffverbrauch, Federungskonzepte erhöhen Komfort und Fahrsicherheit auf Feld und Straße.
Im Hintergrund dieser Systemleistung steht eine langjährige Partnerschaft: Freudenberg Sealing Technologies beliefert CLAAS seit vielen Jahren mit hydraulischen Komponenten und Dichtungslösungen für anspruchsvolle Anwendungen in der Landtechnik. „Ich bin sehr beeindruckt, wie engagiert unsere Teams an unterschiedlichen Standorten agieren und gemeinsam Wachstum und Profitabilität möglich machen“, sagt Dr. Sckuhr – und betont damit den Anspruch, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit operativer Exzellenz zu verbinden.

FST liefert eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte an CLAAS. Dazu zählen unter anderem bi-funktionale Speicherzylinder (kombinierte Hydraulikzylinder mit Kolbenspeicher), die sich durch eine kompakte Bauweise, Gewichtsoptimierung und deutlich weniger potenzielle Leckagestellen auszeichnen. Dazu zählen ebenfalls hydropneumatische Federungsmodule, die für höheren Fahrkomfort und Fahrstabilität auf Feld und Straße sorgen. Membranspeicher dienen der Energiespeicherung und Dämpfung von Druckspitzen im Hydrauliksystem. Die Komponenten kommen – je nach Plattform und Ausführung – unter anderem in TERRA TRAC-Anwendungen sowie in Maschinenfamilien wie AXION 900, Feldhäcksler Jaguar, LEXION und XERION zum Einsatz.
Für 2026 hofft FST auf gemeinsame Zukunftsprojekte. So bietet das Unternehmen Dichtungen für zentrale Reifendruckregelanlagen (CTIS) und hat diese technologisch noch deutlich verbessert. Diese Dichtungen passen den Reifendruck von Off-Highway-Fahrzeugen automatisch an wechselnde Bodenbedingungen und Fahrzeuglasten an. Mit nur einem Knopfdruck minimiert sich die Bodenverdichtung, sparen die Fahrenden Zeit, verringern den CO2-Ausstoß und verlängern gleichzeitig die Lebensdauer der Reifen.
