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Das Magazin für Mitarbeitende von Freudenberg Sealing Technologies
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Für die Werkstoffe der Zukunft bauen

  • 13. Juli 2026
  • 3 min Lesezeit

Mit dem Neubau des Rohmischwerks stellt Freudenberg Sealing Technologies in Weinheim die Weichen für die Werkstoffe von morgen. Nach intensiver Planung nimmt eines der größten Infrastrukturprojekte am Standort konkrete Formen an – mit komplexer Technik, kurzen Wegen und hohen Anforderungen an Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit.

Kompakt

  • Rund 30 Standorte weltweit beziehen ihre Elastomere aus dem Mischwerk von FST in Weinheim.
  • Das neue Mischwerk ist eines der größten Infrastrukturprojekte am Standort und steht nach Jahren der Planung nun kurz vor dem Baubeginn.
  • Das Projekt umfasst ein 15.000 Quadratmeter großes Lager sowie ein 22.000 Quadratmeter großes Produktionsgebäude, das auf einen optimierten Materialfluss ausgelegt ist.
  • Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt des Projekts – von modernen Brandschutzsystemen über eine spezielle Bodenversiegelung bis hin zu Wärmerückgewinnung und Photovoltaik.

Weltweit beziehen rund 30 Freudenberg-Standorte ihre Elastomere aus dem Rohmischwerk von Freudenberg Sealing Technologies (FST) in Weinheim. Mit einem Neubau wird sich die Mixing Facility von FST am Unternehmenssitz in Deutschland zukunftsorientiert aufstellen – ein einzigartiges „Once-in-a-Lifetime“-Großprojekt!

Nach zweieinhalb Jahren intensiver Vorplanung fiel der Startschuss mit der Budgetfreigabe Ende 2024. Seit Sommer 2025 rollen die Bagger und bereiten das knapp 40.000 Quadratmeter große Areal im Nordosten des Industrieparks Weinheim nahe Tor 3 auf seine neue Bestimmung vor. Bevor der eigentliche Neubau beginnt, müssen Bestehendes rückgebaut, der Baugrund aufbereitet sowie die technischen Voraussetzungen in Sachen Infrastruktur und Energieversorgung geschaffen werden.

Aktuell biegen Planung und Vorbereitung auf die Zielgerade ein: Die Neubauarbeiten sind seit Ende 2025 ausgeschrieben. Die Auswahl eines Generalunternehmers ist erfolgt. Der Baubeginn steht kurz bevor.

So groß wie zwölf Olympiabecken plus drei Fußballfelder

Der Neubau beinhaltet eine Reihe von Besonderheiten. Um den Materialfluss optimal zu gestalten, umfasst er über das Mischwerk hinaus zusätzlich ein separates, an das Produktionsgebäude direkt angeschlossenes Lager in unmittelbarer Nachbarschaft. Dieses Lager misst rund 15.000 Quadratmeter. Zur Verdeutlichung: Das entspricht der Fläche von zwölf olympischen Schwimmbecken. Die Lagerhalle teilt sich auf zwei Bereiche auf: einen gekühlten für fertige Mischungen und sensible Rohstoffe, in dem die Temperatur niedrig gehalten wird. Im zweiten Lagersektor ist keine Kühlung nötig.

Kurze Wege: Über Schleusen werden Lager und Fertigung direkt miteinander verbunden. Das neue Produktionsgebäude übertrifft in seiner Größe die Lagerhalle und ist mit 22.000 Quadratmetern so groß wie drei Fußballfelder. In Teilbereichen wird es über zwei Obergeschosse verfügen und neben den Produktionsanlagen unter anderem das Werkstoff-Technikum, Sozial- und Büroräume beherbergen. Das Lager soll in knapp zwei Jahren, also Anfang 2028, fertig sein; das aufwendigere Produktionsgebäude zirka ein halbes Jahr später.

Komplexe Aufgaben bedeuten komplexe Abstimmungen

Zahlreiche Akteure sind in die Planungen involviert. Freudenberg Real Estate trägt für das Gebäude Verantwortung, Freudenberg Service für die Energieversorgung. Details des neu konzipierten Produktionsprozesses und Materialflusses erarbeiten die Experten aus dem Mischwerk, unterstützt von Kolleginnen und Kollegen weiterer FST-Bereiche – viele von ihnen zusätzlich zu ihrem Tagesgeschäft. Aktuell erfolgt noch der letzte „Feinschliff“.

Marina Bang führt das gesamte Projektteam, Christian Pfeifer leitet den Workstream „Gebäude“. Angesichts der Komplexität des Projekts, der Tragweite von Entscheidungen sowie der Vielzahl interner und externer Akteurinnen und Akteure schreiben beide der Koordination aller Beteiligten große Bedeutung zu.

Beispielsweise sind in die gemeinsame Ausarbeitung des ausgeklügelten Brandschutzkonzepts neben der Werkfeuerwehr unter anderem Verantwortliche von TÜV und Versicherung involviert. Angesichts der Gefahrstoffe, mit denen das Rohmischwerk arbeitet, gilt dem Brandschutz ein besonderes Augenmerk. Eines der Highlights sind sogenannte AMFE-Systeme. Selbstauslösend ersticken sie Flammen in Schaltschränken sekundenschnell: per Gas, ohne dass ein einziger Tropfen Löschwasser fließt. Die Steuerungstechnik bleibt dadurch weitgehend intakt.

Auf Spezialfolie gebaut

Staatliche Stellen waren nicht nur bei der Baugenehmigung, sondern sind fortwährend involviert, zum Beispiel bei Umweltauflagen. Ein Ergebnis dieses Zusammenwirkens mit der öffentlichen Hand: Natürlicher Baugrund und Bodenplatten beider Neubauten werden jeweils komplett durch eine Spezialfolie voneinander getrennt. Dies verhindert, dass ungewollt austretende Schadstoffe im Boden versickern. Rings um das Gebäude wird der Boden zudem per Asphalt versiegelt, um auch hier Umweltbelastungen vorbeugend zu vermeiden.

„Die größte Herausforderung für das beauftragte Bauunternehmen ist die komplexe Technische Gebäudeausstattung (TGA)“, blickt Projektleiterin Marina Bang voraus. Strom- und Druckluftversorgung, Raumlüftung und -kühlung, Abluftsysteme und vieles mehr wollen bis ins Detail geplant und verwirklicht werden. Die TGA umfasst auch eine Reihe von Nachhaltigkeitsaspekten wie Wärmerückgewinnung und Photovoltaik. Wir werden die Fortschritte in diesem „Once-in-a-Lifetime“-Mega-Projekt mit weiteren Berichten fortwährend begleiten.

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