{"id":5015,"date":"2022-09-07T10:24:00","date_gmt":"2022-09-07T08:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/?p=5015"},"modified":"2022-09-12T16:15:09","modified_gmt":"2022-09-12T14:15:09","slug":"von-daten-und-systemen-die-miteinander-kommunizieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/de\/2022\/09\/von-daten-und-systemen-die-miteinander-kommunizieren\/","title":{"rendered":"Von Daten und Systemen, die miteinander kommunizieren"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digital Engineering, Advanced Analytics, \u00adConnected \u00adMaterials &amp; Products&nbsp;\u2013 so hei\u00dfen die drei \u00adInitiativen, mit denen \u00adFreudenberg Sealing Technologies (FST) Digitalisierung rund ums Thema \u201eInnovation\u201c \u00advorantreibt. Philipp Oestringer, Technology &amp; Innovation, koordiniert alle drei als Initiative Owner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDigital Engineering ist per se nichts Neues\u201c, sagt \u00adOestringer. \u201eEs fing damit an, dass Konstruktionszeichnungen nicht mehr auf Papier erstellt wurden und man stattdessen begann, daf\u00fcr CAD-Programme zu nutzen.\u201c Wenn er heute von Digital Engineering spricht, denkt er vor allem an Datenaustausch und ans digitale Vernetzen: zum Beispiel das Computer-\u00adAided Design (CAD) mit den Simulationen im \u00adComputer-Aided Engineering (CAE) und mit dem Computer-Aided Manufacturing (CAM) in der Fertigungstechnik. \u201eDie Systeme k\u00f6nnen miteinander kommunizieren und verstehen gegenseitig ihre Daten. Das ist, als ob man mit MS Word Informationen aus einer Excel-Datei lesen k\u00f6nnte\u201c, verdeutlicht er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein aktuell laufendes Projekt der Initiative Digital Engineering besch\u00e4ftigt sich mit der Einf\u00fchrung eines Systems f\u00fcr einen durchg\u00e4ngigen End-to-End (E2E) Product-\u00adLifecycle-Management (PLM)-Prozess bei FST. Dabei handelt es sich um eine Software-L\u00f6sung, die alle Daten eines Produkts \u00fcber dessen gesamten Lebenszyklus hinweg beinhaltet&nbsp;\u2013 die gesamte Prozesskette, von der urspr\u00fcnglichen Problemstellung \u00fcber die Produktentwicklung und -produktion bis hin zum Recycling. Im ersten Projektschritt bildet FST bereits den Produktentwicklungsprozess mit der Siemens-Software Teamcenter im PLM-System ab. Als n\u00e4chstes soll die Vorausentwicklung folgen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1160\" height=\"747\" src=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-1160x747.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5021\" srcset=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-1160x747.jpg 1160w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-800x515.jpg 800w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-1536x990.jpg 1536w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-120x77.jpg 120w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-90x58.jpg 90w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-320x206.jpg 320w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c-560x361.jpg 560w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/34_13_Bild29_BO2I3140_4c.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1160px) 100vw, 1160px\" \/><figcaption>Philipp Oestringer koordiniert die Digitalisierungsaktivit\u00e4ten rund um das Thema Innovation.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"doppelarbeit-vermeiden\" class=\"wp-block-heading\">Doppelarbeit vermeiden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorteile eines PLM-Systems: Es schafft Transparenz und erm\u00f6glicht, selbst Details aus der Entstehungsgeschichte und dem Leben eines Produkts zur\u00fcckzuverfolgen, von der Wiege bis zur Bahre. Zum Beispiel f\u00fcr Audits. Vor allem aber, wenn \u00adIngenieure einen gleichen oder \u00e4hnlichen Anforderungskatalog auf den Tisch bekommen, wie er im System bereits hinterlegt ist. Solches Engineering-Know-how steht allen Organisationseinheiten offen. Sie k\u00f6nnen auf vorhandenem Wissen aufbauen. Doppelarbeit wird vermieden. Gleiches gilt, wenn an zwei oder drei Stellen im Unternehmen \u00e4hnliche Fragestellungen aufkommen und das System dies offenlegt. So lassen sich Synergien heben. Die Software nimmt Entwickler zudem an die Hand und f\u00fchrt sie durch alle Aufgaben, die w\u00e4hrend eines Entwicklungsprozesses zu erledigen sind. Standardisiert. So wird nichts vergessen. Datens\u00e4tze lassen sich mit dem Warenwirtschafts- (SAP) oder dem Customer-Relationship-Management-System (CRM) austauschen. Dies vermeidet Zusatzarbeit und erh\u00f6ht die Effizienz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anderes laufendes Digital-Engineer\u00ading-Projekt besch\u00e4ftigt sich mit dem Intellectual Property (IP) Management. Dabei geht es um \u201egeistiges Eigentum\u201c, unter anderem um die Frage, ob FST Patente weiterf\u00fchren oder auslaufen lassen soll. Das IP-Management-System zieht sich die Daten, zum Beispiel zu Umsatz und Kosten, aus \u201eSAP\u201c und verkn\u00fcpft sie zu aussagekr\u00e4ftigen Kennzahlen, die qualifizierte Entscheidungen erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"daten-sammeln-und-bewerten\" class=\"wp-block-heading\">Daten sammeln und bewerten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beiden anderen Digitalisierungsinitiativen im strategischen Aufgabenfeld Innovation kommen ebenfalls voran. Bei Connected Products &amp; Materials geht es darum, immer mehr Produkte und Materialien mit Sensorik auszustatten. Zum einen erm\u00f6glicht die permanente Zustands\u00fcberwachung mittels Sensorik den FST-Kunden eine punktgenaue Instandhaltung (\u201eCondition Monitoring\u201c). Zum anderen kann FST die Echtzeit-Daten zur weiteren Verbesserung seiner Produkte nutzen. Die Daten aus der realen Praxis erg\u00e4nzen die in Tests und Simulationen gewonnene Datenbasis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bei der Initiative Advanced Analytics geht es ums Auswerten von Daten. Dabei sollen zum einen vorhandene, bisher aber noch ungenutzte \u201eDatengr\u00e4ber\u201c gehoben, zum anderen aber auch neue Daten erhoben werden. \u201eWir wollen diese Daten und Erfahrungswerte dann mit Hilfe intelligenter Algorithmen f\u00fcr Analysen nutzen\u201c, erkl\u00e4rt Oestringer. Die Zielsetzung lautet: Immer weniger Trial-and-Error in der Entwicklung, immer mehr smarte Vorhersagen auf der Basis belastbarer Daten. \u201eSo k\u00f6nnten wir beispielsweise eine Mischungsentwicklung mit Hilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die wachsende Qualit\u00e4t der Daten und Vorhersagen lassen sich zum Beispiel Prototypentests auf die in Simulationen vorausberechneten besten L\u00f6sungen begrenzen. Das spart Zeit und Entwicklungskosten. Und es erh\u00f6ht die Qualit\u00e4t des Engineerings in der Entwicklung. Das ist immens wichtig. Denn: W\u00fcrden die Weichen gleich zu Beginn einer Entwicklung falsch gestellt, k\u00e4me es in den n\u00e4chsten Stufen des Produktentstehungsprozesses um ein Vielfaches teurer, Fehler zu korrigieren. Dann sind Prototypenwerkzeuge wom\u00f6glich schon gefertigt, Maschinen schon bestellt oder treten gar Qualit\u00e4tsprobleme beim Kunden auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus den wachsenden Datensch\u00e4tzen k\u00f6nnten schon bald auch neue gesch\u00e4ftliche Chancen entstehen, blickt Oestringer voraus. \u201eWir werden f\u00fcr kommende Anforderungen auch L\u00f6sungen entwickeln k\u00f6nnen, von denen wir heute mangels Daten noch gar nicht wissen, dass es diese Anforderungen gibt.\u201c Apropos neue Gesch\u00e4fte: Anst\u00f6\u00dfe aus den Gesch\u00e4ftseinheiten sind den Entwicklern bei Technology &amp; Innovation immer willkommen.<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"5015\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"ip\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digital Engineering, Advanced Analytics, \u00adConnected \u00adMaterials &amp; Products&nbsp;\u2013 so hei\u00dfen die drei \u00adInitiativen, mit denen \u00adFreudenberg Sealing Technologies (FST) Digitalisierung rund ums Thema \u201eInnovation\u201c \u00advorantreibt. 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