{"id":10751,"date":"2024-11-25T11:30:00","date_gmt":"2024-11-25T10:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/?p=10751"},"modified":"2024-11-27T20:53:54","modified_gmt":"2024-11-27T19:53:54","slug":"es-dreht-sich-ums-wann-nicht-ums-ob","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/de\/2024\/11\/es-dreht-sich-ums-wann-nicht-ums-ob\/","title":{"rendered":"Es dreht sich ums Wann, nicht ums Ob"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Marcel Schreiner, Global Segment Director Energy, ist der Weg in die Wasserstoffwirtschaft vorgezeichnet. \u201eDer Hunger nach gr\u00fcnem Wasserstoff als Alternative zu \u00d6l und Gas ist ein unumkehrbarer Trend. Gr\u00fcner Wasserstoff erm\u00f6glicht die Dekarbonisierung weiter Industriebereiche\u201c, sch\u00e4tzt er die Lage ein. F\u00fcr Freudenberg Sealing Technologies (FST) bieten sich dadurch gro\u00dfe Chancen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon seit Jahrzehnten besch\u00e4ftigt sich Freudenberg mit dem Thema Brennstoffzelle, hat daf\u00fcr Hightech-Dichtungen entwickelt und wertvolles Material-, Design- und Verarbeitungs-Know-how rund um \u00adAnwendungen f\u00fcr die Wasserstoff-betriebenen \u201eKraftwerke\u201c aufgebaut. Damit nicht genug. \u201eSeit einigen Jahren betrachten wir das Thema Wasserstoff nicht mehr nur fokussiert auf die Brennstoffzelle, sondern ganzheitlich entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungs\u00adkette\u201c, \u00aderkl\u00e4rt Schreiner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Kette ganz am Anfang stehen Elektrolyseure, die aus \u00adWasser mit gr\u00fcnem Strom Wasserstoff herstellen. Auf deren Technologien legt FST derzeit ein besonderes Augenmerk. Im Innern von \u00adElektrolyseuren sind \u00e4hnlich der Brennstoffzelle zu Stacks gestapelte Zellen in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen abzudichten. \u201eBis 2050 brauchen wir weltweit eine Elektrolysekapazit\u00e4t von mindestens 1.200 Gigawatt, um auch nur ann\u00e4hernd unsere globalen CO<sub>2<\/sub>-Ziele zu erreichen. \u00adHeute bewegt sich diese Elektrolyseleistung eher bei drei Gigawatt\u201c, verdeutlicht Schreiner die Dimension der Aufgabe&nbsp;\u2013 und das gesch\u00e4ftliche Potenzial, das sich f\u00fcr FST dahinter verbirgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Transport, Verteilung und Speicherung von Wasserstoff \u00fcber Pipelines sind dar\u00fcber hinaus Pumpen, Ventile und Kompressoren am Werk, die alle ebenfalls abgedichtet werden m\u00fcssen. Wird Wasser\u00adstoff alternativ in transport- und speicherf\u00e4higes Ammoniak oder \u00adE-Methanol umgewandelt, ist ebenfalls Dichtungs-Know-how gefragt. Gleiches gilt bei der direkten H<sub>2<\/sub>-Verbrennung in klassischen Motoren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs wird ohne Wasserstoff nicht gehen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1160\" height=\"471\" src=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-1160x471.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10752\" srcset=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-1160x471.jpg 1160w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-800x325.jpg 800w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-1536x624.jpg 1536w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-120x49.jpg 120w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-90x37.jpg 90w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-320x130.jpg 320w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner-560x228.jpg 560w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/fst-sw-2025_1-featured-08-Marcel-Schreiner.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1160px) 100vw, 1160px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"elektrolyse-grossprojekte-laufen-schon\" class=\"wp-block-heading\">Elektrolyse: Gro\u00dfprojekte laufen schon<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurzum: F\u00fcr einen Dichtungsspezialisten wie FST ergeben sich aus der H<sub>2<\/sub>-Wirtschaft vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten. Gleichzeitig sind diese Aufgaben enorm herausfordernd. Zum einen wirtschaftlich. Noch sind beispielsweise die Investitionskosten f\u00fcr die Herstellung von gr\u00fcnem Wasserstoff sehr hoch. Es fehlt an standardisierten technologischen Verfahren in der Produktion, aber auch f\u00fcr Testl\u00e4ufe. Erst hohe St\u00fcckzahlen erlauben kostensenkende automatisierte Prozesse. \u201e\u00c4hnlich wie vor Jahren bei der Solar- und Windenergie wird es ohne \u00f6ffentliche Anschubfinanzierung nicht gehen\u201c, sch\u00e4tzt es Schreiner ein. Die USA&nbsp;\u2013 mit dem Inflation Reduction Act&nbsp;\u2013 und Europa&nbsp;\u2013 mit dem Green Deal&nbsp;\u2013 haben milliardenschwere F\u00f6rderprogramme aufgelegt, die nach und nach ihre Wirkung entfalten werden. In L\u00e4ndern des mittleren \u00adOstens flie\u00dfen bereits Gelder in Elektrolyse-Gigawatt-Projekte. Auch in \u00adAustralien steht der Elektrolyse-Zug bereits unter Dampf. Die Einsicht w\u00e4chst rund um den Globus: Gr\u00fcner Wasserstoff ist nachhaltig und hilft auf vielf\u00e4ltige Weise, fossile Brennstoffe zu ersetzen, Energie zu speichern und W\u00e4rme zu generieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den wirtschaftlichen gesellen sich gro\u00dfe technologische Herausforderungen. Wasserstoff ist ein sehr fl\u00fcchtiges Gas mit geringer Dichte und kleiner Molek\u00fclgr\u00f6\u00dfe, das hei\u00dft es durchdringt und durchwandert Feststoffe, Fachbegriff Permeation, auch Dichtungswerk\u00adstoffe. Zum Transport muss er au\u00dferdem enorm verdichtet werden. Hoher Druck, hohe Temperaturen, hohe Geschwindigkeiten in trockenlaufenden Kolbenkompressoren&nbsp;\u2013 heutige Dichtungen verschlei\u00dfen angesichts dessen noch zu schnell. Anders ausgedr\u00fcckt: F\u00fcr Wasserstoffanwendungen muss ihre Lebensdauer verl\u00e4ngert werden, oftmals um ein Vielfaches! Das k\u00f6nnen nicht viele Anbieter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMit solchen Anforderungen kennen wir uns aus. \u00dcber das L\u00f6sen derartiger technologischer Herausforderungen generieren wir einen USP, ein Alleinstellungsmerkmal f\u00fcr uns\u201c, \u00e4u\u00dfert sich Schreiner zuversichtlich bez\u00fcglich der Innovationskraft von FST. Mit seinen Partnern in Japan und China, NOK Corporation und NOK-Freudenberg China, zieht FST dabei an einem Strang, wie die \u201eWasserstoff-Konferenz\u201c in diesem Sommer in M\u00fcnchen offenbarte (<a href=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/de\/2024\/11\/wasserstoff-ein-gemeinsames-strategisches-zukunftsthema\/\">siehe Beitrag: Wasserstoff&nbsp;\u2013 ein \u00adgemeinsames \u00adstrategisches \u00adZukunftsthema<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"gekommen-um-zu-bleiben\" class=\"wp-block-heading\">Gekommen, um zu bleiben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ingenieurskunst beim Entwickeln geht einher mit der Kompetenz und Erfahrung von FST in der prozesssicheren Fertigung kleiner und vor allem gro\u00dfer St\u00fcckzahlen, wie sie zunehmend gefragt sein werden. Dies alles l\u00e4sst sich nicht von heute auf morgen realisieren, sondern erfordert einen langen Atem. Dieses langfristige Denken liegt ebenfalls in der Freudenberg-DNA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist der Trend zur Wasserstoffwirtschaft umkehrbar? \u201eDa sage ich ganz klar: Nein! Solar- und Windenergie sind auch nicht \u00fcber Nacht ,geflogen\u2018. Heute sind sie aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken und wachsen weiter\u201c, ordnet der Energieexperte ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weltweit immer mehr Elektroautos auf den Stra\u00dfen, der Einzug K\u00fcnstlicher Intelligenz und zus\u00e4tzlicher digitaler Anwendungen in immer mehr Wirtschafts- und Lebensbereiche: Der globale Energiebedarf wird sich vervielfachen. \u201eAngesichts dessen geht es bei der gr\u00fcnen Wasserstoffwirtschaft um nichts weniger als um die Zukunft unseres Planeten. Diese Zukunft als Komponentenlieferant aktiv mitzugestalten, ist eine h\u00f6chst spannende und lohnenswerte Aufgabe\u201c, so Schreiner.<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"10751\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"ip\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Marcel Schreiner, Global Segment Director Energy, ist der Weg in die Wasserstoffwirtschaft vorgezeichnet. \u201eDer Hunger nach gr\u00fcnem Wasserstoff als Alternative zu \u00d6l und Gas ist ein unumkehrbarer Trend. 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