{"id":1,"date":"2021-12-06T20:00:20","date_gmt":"2021-12-06T19:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/localhost:62888\/?p=1"},"modified":"2022-03-14T16:49:09","modified_gmt":"2022-03-14T15:49:09","slug":"wir-sind-viel-schneller-zurueckgekommen-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/de\/2021\/12\/wir-sind-viel-schneller-zurueckgekommen-als-erwartet\/","title":{"rendered":"\u201eWir sind viel schneller zur\u00fcckgekommen als erwartet\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2021 hat die neue dreij\u00e4hrige Strategieperiode begonnen. Strategische Kernthemen&nbsp;\u2013 wie beispielsweise Elektromobilit\u00e4t, Digitalisierung oder erneuerbare Energien&nbsp;\u2013 sind zumeist langfristig angelegt. Daher begleiten sie das Unternehmen \u00fcber mehr als eine Strategieperiode. Aktuell nimmt Freudenberg Sealing Technologies (FST) zus\u00e4tzlich neue Schwerpunkte in den Blick. Dazu \u00adgeh\u00f6ren unter anderem die Segmente Health &amp; Safety sowie \u00adPharmazie. Chief Executive Officer (CEO) Claus \u00adM\u00f6hlenkamp skizziert, wie FST diese Herausforderungen angeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nach fast zwei Jahren Pandemie mit allen ihren wirtschaftlichen H\u00f6hen und Tiefen: Wie beendet FST das Jahr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vergangenen Monate waren wirtschaftlich betrachtet eine Achterbahnfahrt. Zu Beginn der Pandemie Anfang 2020 waren unsere Ums\u00e4tze dramatisch eingebrochen, doch wir sind schnell wieder aus der Talsohle herausgekommen und befanden uns bis zum Sommer 2021 wieder auf einem sehr guten Niveau. Seit Juli stellt sich die Lage aber v\u00f6llig anders dar: Wir haben massiv mit Unterbrechungen der Lieferketten zu k\u00e4mpfen, und zwar weltweit. Zun\u00e4chst war prim\u00e4r die Automobilindustrie betroffen, weil die so dringend ben\u00f6tigten Chips pl\u00f6tzlich nicht mehr zur Verf\u00fcgung standen. Inzwischen leiden jedoch alle Industrien weltweit unter den Lieferschwierigkeiten, so dass unsere Kunden und auch Lieferanten darauf reagieren m\u00fcssen. Die Lieferengp\u00e4sse sind mittlerweile nicht mehr nur auf Chips begrenzt, sondern es herrscht Mangel an vielen Materialien, \u00adProdukten und Dienstleistungen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"1532\" src=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2416 size-full\" srcset=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp.jpg 960w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp-800x1277.jpg 800w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp-120x192.jpg 120w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp-90x144.jpg 90w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp-320x511.jpg 320w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fst-sw-2022-01-interview-moehlenkamp-560x894.jpg 560w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr unsere Prozesse, unsere Fertigungsabl\u00e4ufe?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Juli erleben wir ungeplante Produktionsunterbrechungen&nbsp;\u2013 teilweise ohne vorherige Ank\u00fcndigung. Von heute auf morgen gehen die Abnahmemengen in den Keller, dann wieder steil nach oben. Das hei\u00dft, bei uns stehen von jetzt auf nachher die B\u00e4nder still.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr unsere Maschinen sind solche kurzfristigen Stopps verheerend, denn wir erreichen nicht mehr die gewohnte Produktivit\u00e4t. Wir versuchen, bestm\u00f6glich auf ungeplante Bedarfe und Kundenanforderungen zu reagieren. All das bleibt nat\u00fcrlich nicht ohne Einfluss auf die Kosten. Die Verantwortlichen in der Fertigung m\u00fcssen st\u00e4ndig aufs Neue ihre Planungen umstellen. Wenn es schlimm l\u00e4uft, nimmt der Kunde am Ende die Teile nicht ab, weil auch er st\u00e4ndig neu planen muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was sind die Ursachen f\u00fcr diese massive Ressourcenverknappung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu einem Teil mag sich das noch mit der Pandemie erkl\u00e4ren lassen, aber es findet auch ein System- und Strukturwandel statt. Chemische Ausgangsstoffe, die wir ben\u00f6tigen, wandern auch in neue, v\u00f6llig andere Endprodukte. Wahrscheinlich geht die aktuelle FKM-Verknappung, die uns besonders hart trifft, darauf zur\u00fcck, dass ein im Material vorkommendes Monomer auch in der Batterie- und Brennstoffzellenfertigung ben\u00f6tigt wird. Wenn dem so ist, k\u00f6nnten die neuen Anwendungsfelder f\u00fcr die Hersteller attraktiver und profitabler sein&nbsp;\u2013 und wir damit ein langfristiges Problem haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stahlhersteller fahren ihre Fertigungs\u00admengen zur\u00fcck. Es wird weniger produziert, daf\u00fcr steigen die Preise. In den USA stehen die Stahlproduzenten vor der Herausforderung, dass der Stahl nachhaltig werden muss. Daher investieren sie nicht mehr in vorhandene Anlagen. Aber h\u00f6here Kapazit\u00e4ten w\u00e4ren hier ebenso wie in der chemischen Industrie dringend n\u00f6tig.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wann wird die Ressourcen\u00adkrise vorbei sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Prognosen sind schwierig. Manche \u00adExperten gehen davon aus, dass die Chipkrise 2021 endet, andere glauben nicht, dass dies vor 2023 der Fall sein wird. Ich f\u00fcrchte, dass diese Krise uns 2022 hindurch begleiten wird. Wir selbst m\u00fcssen uns in den n\u00e4chsten ein bis zwei Jahren darauf konzentrieren, unsere \u00adAbl\u00e4ufe und Fertigungsprozesse wieder zu stabilisieren. Dazu ben\u00f6tigen wir auch ein starkes Lieferantenmanagement, damit wir die erforderlichen Materialien erhalten. Denn eigentlich sagen unsere Kunden uns steigende Bedarfe vorher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gelten die steigenden Bedarfe f\u00fcr alle Regionen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen davon aus, dass das weltweit der Fall sein wird. Wahrscheinlich werden 2021 sechs Millionen Autos aufgrund des Chipmangels nicht gebaut. Wir wissen, dass beispielsweise in Amerika die Lagerbest\u00e4nde von Fertigfahrzeugen auf unter 30 Tage gerutscht sind, davor waren es im Durchschnitt 65 Tage. Es gibt daher einen echten Nachfragestau, so dass die Industrie nat\u00fcrlich am liebsten die Fertigung hochfahren w\u00fcrde. Aber daf\u00fcr sind ausreichend Materialien vonn\u00f6ten. Was die aktuelle Krise g\u00e4nzlich von anderen unterscheidet: Dieses Mal sitzen tats\u00e4chlich alle im gleichen Boot. Wir, unsere Dienstleister, unsere Kunden und Wettbewerber&nbsp;\u2013 alle k\u00e4mpfen gegen den gleichen \u201eFeind\u201c: Den Ressourcenmangel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorkrisenniveau oder nicht: Welche \u00adwirtschaftlichen Ziele hat sich FST f\u00fcr 2022 gesetzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich erwarte 2022 ein moderates Wachstum. Moderat deswegen, weil eben die aktuellen Lieferschwierigkeiten nicht \u00fcber Nacht verschwinden werden. Dennoch wird sich die Wirtschaft wieder erholen. Unsere erste Planungsannahme f\u00fcr 2021 zeigt, dass wir das Niveau von 2019 wieder erreicht haben. Wir sind somit sehr viel schneller zur\u00fcckgekommen, als wir urspr\u00fcnglich erwartet hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neuesten Studien zufolge vollzieht sich die Transformation im Automobilgesch\u00e4ft schneller als erwartet. Was hei\u00dft das f\u00fcr FST?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Transformation nimmt deutlich an Geschwindigkeit zu. Wir verf\u00fcgen heute \u00fcber verl\u00e4ssliche Daten und verbindliche Statements von unseren Kunden. Sie wollen definitiv die Produktion von Verbrennern einstellen, auch wenn das Enddatum variiert. Die grunds\u00e4tzliche Aussage ist jedoch klar: Die Transformation beschleunigt sich drastisch, vor allem in Europa. Auch in China vollzieht sich der Wandel schneller, wenngleich Europa momentan Vorreiter ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen jetzt verstehen, \u00fcber welche Zeitr\u00e4ume wir sprechen, um wie viele Fahrzeuge es geht und welcher Anteil unseres Gesch\u00e4ftsvolumens und unseres Portfolios betroffen ist. Wir haben schon sehr viel erreicht und k\u00f6nnen schon gute Erfolge vorweisen. Jetzt m\u00fcssen wir unser Augenmerk verst\u00e4rkt auf neue Technologien legen, unsere Ressourcen anders einsetzen und auch mal alte Z\u00f6pfe abschneiden. Das erfordert auch den Mut, manche Dinge nicht mehr weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Kunde sagt, dass er bereits ab 2028 bestimmte Produkte von uns nicht mehr braucht, warum sollten wir dann noch in sie investieren und Ressourcen daf\u00fcr vorhalten? Wir m\u00fcssen unsere Ressourcen anders und zielgerichteter einsetzen und uns bewusst in Richtung Komponenten- und Modulproduzent entwickeln. Jetzt hei\u00dft es, die Chancen zu erkennen, die sich uns im Batterie- und Brennstoffzellengesch\u00e4ft bieten, hier mehr zu investieren und das Tempo zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1160\" height=\"611\" src=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-1160x611.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2182\" srcset=\"https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-1160x611.jpg 1160w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-800x421.jpg 800w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-1536x809.jpg 1536w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-120x63.jpg 120w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-90x47.jpg 90w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-320x169.jpg 320w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c-560x295.jpg 560w, https:\/\/sw.fst.com\/magazine\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/5_08_CM_106_bearb_4c.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1160px) 100vw, 1160px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bedeuten die Ausstiegsszenarien, dass wir etwa ab Ende des Jahrzehnts keine Dichtungen f\u00fcr Verbrenner mehr fertigen werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf keinen Fall, Dichtungen f\u00fcr Verbrenner wird es noch lange geben, der Verbrennungsmotor wird noch lange nicht ausrangiert. Es gibt ja zum Beispiel auch Hybrid-Fahrzeuge. Wir bedienen unterschiedliche K\u00e4uferschichten, unterschiedliche Regionen wie Indien oder Afrika, in denen es den Verbrenner noch lange geben wird. Auch im Lkw sowie in Offroad-Anwendungen wird er noch weiter bestehen. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir noch viele Jahre lang den Ersatzteilmarkt beliefern, das l\u00e4uft nicht von heute auf morgen aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie geht es mit der Industrialisierung des Brennstoffzellen- und Batteriegesch\u00e4fts voran?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In M\u00fcnchen haben wir gerade den zweiten Standort in Angriff genommen, wir bauen dort eine 30-Megawatt-Fertigung f\u00fcr Brennstoffzellen auf. Damit sind wir in der Lage, Prototypen bis zu einer Leistung von 30 Megawatt pro Jahr zu fertigen. Ab 2025 kann die Gro\u00dfserienproduktion beginnen. Schon jetzt steht fest, dass die verf\u00fcgbare Kapazit\u00e4t dann nicht reichen wird und wir auf zwei Gigawatt erweitern. Das ist fast das Siebzigfache dessen, was wir heute schon k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit nach diversen Ausbaustufen die Gigafactory ab 2026\/2027 steht, m\u00fcssen wir sp\u00e4testens 2023 mit dem Bau beginnen. Wir f\u00fchren zurzeit eine detaillierte Standortanalyse durch, wo wir ein solches Projekt umsetzen k\u00f6nnen, wo es die beste staatliche F\u00f6rderung gibt, die Energiekosten g\u00fcnstig sind, wir sicherstellen k\u00f6nnen, dass wir gen\u00fcgend Mitarbeitende gewinnen k\u00f6nnen und wo gute Infrastrukturrahmenbedingungen gegeben sind. Das Werk soll in Europa entstehen, w\u00fcnschenswerterweise r\u00e4umlich nicht zu weit entfernt vom Entwicklungszentrum der Brennstoffzelle. Die Fabrikplanung l\u00e4uft in K\u00fcrze an und im kommenden Jahr legen wir den Standort fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Projekt in mindestens der gleichen Gr\u00f6\u00dfenordnung planen wir f\u00fcr Batterien. Auch hier pr\u00fcfen wir, wo wir eine Gigafactory aufbauen&nbsp;\u2013 mit vergleichbaren Vorgaben wie bei der Brennstoffzelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auch ein E-Auto braucht&nbsp;\u2013 in antriebs\u00adunabh\u00e4ngigen Modulen&nbsp;\u2013 Dichtungen oder Produkte mit Zusatzfunktionen. Wie sieht unser Portfolio hier aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen davon aus, dass 65 Prozent unserer heutigen Produkte im Auto, konkret in Motor und Getriebe, wegfallen. Das hei\u00dft im Umkehrschluss, dass 35 Prozent bleiben. Dazu z\u00e4hlen Klimaanlagenmodule, B\u00e4lge, Sto\u00dfd\u00e4mpfer, Dichtungen f\u00fcr die Achse, Bremsen und so weiter&nbsp;\u2013 alles, was nicht dem Antriebsstrang zuzuordnen ist. In diesem Sektor sind wir Marktf\u00fchrer. Wichtig wird sein, dass wir die wegfallenden 65&nbsp;Prozent mit Produkten f\u00fcr die neuen Technologien kompensieren k\u00f6nnen. Wir liefern beispielsweise Flachdichtungen und andere Dichtungen f\u00fcr Batterien und Brennstoffzellen. In Kufstein besch\u00e4ftigen sich die Kollegen damit, welche Komponenten in der Brennstoffzelle stecken und was davon f\u00fcr FST neues Gesch\u00e4ft bringen kann. Au\u00dferdem d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass wir auch ein sehr gut funktionierendes Industriegesch\u00e4ft haben. Hier wollen wir stark wachsen und k\u00f6nnen vieles ausgleichen, was uns an anderer Stelle verloren geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2021 hat eine neue dreij\u00e4hrige Strategieperiode begonnen. Nach knapp einem Jahr: Wo stehen wir?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle unsere strategischen Initiativen sind nach wie vor g\u00fcltig. Unsere Strategieperioden sind zwar immer auf drei Jahre angelegt, aber kaum eines unserer Ziele hat nur kurzfristig G\u00fcltigkeit. Alle Ziele, die wir in der vergangenen Strategieperiode niedergeschrieben hatten, sind auch in der neuen enthalten. Mit Blick auf das, was wir im ersten Jahr erreicht haben, liegen wir perfekt im Zeitrahmen. Unsere Aktivit\u00e4ten bei Batterie und Brennstoffzelle schreiten voran, unsere Digitalisierungsbestrebungen gehen weiter. Die bekannten Fokussegmente gelten weiterhin. Unterm Strich hei\u00dft das, dass wir 2021 die gesetzten Ziele erreichen werden, trotz der zuvor genannten Schwierigkeiten. Das ist das Sch\u00f6ne bei Freudenberg, dass wir trotz operativer Probleme unsere strategischen Projekte wie geplant fortf\u00fchren k\u00f6nnen. Es gelten andere Fristen und wir setzen gegebenenfalls andere Priorit\u00e4ten, aber es geht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitalisierung und Automatisierung sind auch weiterhin strategische Schwerpunktthemen f\u00fcr FST. Der letzten Umfrage zu den Guiding Principles zufolge sehen einige \u00adMitarbeitende die Digitalisierung als<br>potenzielle Gefahr f\u00fcr ihren Arbeitsplatz. Wie gehen wir damit um?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa ein F\u00fcnftel unserer Belegschaft hat in der Umfrage Bedenken ge\u00e4u\u00dfert, dass die Digitalisierung und Automatisierung ihre Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Das ist eine v\u00f6llig nat\u00fcrliche Reaktion w\u00e4hrend einer Transformation, wie wir sie gerade durchleben&nbsp;\u2013 sei es mit Blick auf die Robotik, sei es durch den \u00dcbergang vom Verbrenner auf die Elektromobilit\u00e4t. Solche Phasen r\u00fctteln immer auf, sie bergen Risiken, aber auch riesige Chancen, wie man gerade im Brennstoffzellengesch\u00e4ft sieht. Einem Unternehmen wie uns muss es gelingen, die Menschen mitzunehmen. Nat\u00fcrlich ist die Grundfrage absolut berechtigt, ob das Auswirkungen auf Arbeitspl\u00e4tze hat. Und ja, die hat es. In diesem Fall positive. Denn viele Prozesse werden k\u00fcnftig durch den technischen Fortschritt anders organisiert. Genau darin verbergen sich neue Chancen f\u00fcr unsere Mitarbeitenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FST hat auch die Segmente Health &amp; Safety sowie Pharmazie in den strategischen Fokus genommen. Ist das der Pandemie geschuldet?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, das ist es nicht. Vielleicht hat Corona unseren Blick gesch\u00e4rft daf\u00fcr, dass diese Segmente langfristig wichtig sind, aber die Entscheidung h\u00e4ngt auch mit dem demografischen Wandel zusammen. Dieser Megatrend als solches sowie die stets zunehmende Weltbev\u00f6lkerung bedingen eine steigende Nachfrage in den Bereichen Nahrungsmittel und Getr\u00e4nke, Gesundheit und Sicherheit sowie Pharmazie. Diese Segmente waren f\u00fcr uns schon immer interessant, standen aber noch nicht so sehr im Fokus. Jetzt m\u00f6chten wir auch auf diesen Gebieten verst\u00e4rkt Wachstum generieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Ziel der neuen FST-Strategie lautet, bis 2025 30 Prozent CO2 in den Gesch\u00e4ftsprozessen einzusparen. Wie wollen wir das erreichen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u00fcbergeordnete Ziel der Freudenberg-Gruppe ist eine 25-prozentige Reduktion. Da andere Business-Gruppen mehr Energiebedarf als wir haben, m\u00fcssen wir 30 Prozent CO2 einsparen. Das ist aus unserer heutigen Sicht die richtige Hausnummer und auch machbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bitte beenden Sie abschlie\u00dfend folgenden Satz: Die letzten eineinhalb Jahre \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2026 waren f\u00fcr alle unsere Mitarbeitenden sehr anspruchsvoll und sehr anstrengend. Sie haben&nbsp;\u2013 ob in der Fertigung oder im B\u00fcro&nbsp;\u2013 unter erschwerten Bedingungen Gro\u00dfes geleistet. Daf\u00fcr m\u00f6chte ich ihnen auch im Namen meiner Gesch\u00e4ftsleitungskollegen meinen herzlichen Dank aussprechen. Ihnen und ihren Familien w\u00fcnsche ich ein frohes Weihnachtsfest, beste Gesundheit und alles Gute f\u00fcr das neue Jahr.<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"1\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"ip\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">3    <\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2021 hat die neue dreij\u00e4hrige Strategieperiode begonnen. Strategische Kernthemen&nbsp;\u2013 wie beispielsweise Elektromobilit\u00e4t, Digitalisierung oder erneuerbare Energien&nbsp;\u2013 sind zumeist langfristig angelegt. 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